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Exhibitions 2017

(Translation will be available soon.)

Was wir sehen wollen 

 

Caroline Bayer        
Christian Haake   
Annika Kahrs       
Carola Keitel      
Katja Kottmann 
Dino Steinhof     

Grundriss Hof Kunstverein

Eröffnung am Sonntag, dem 19. Februar 2017, um 11.30 Uhr

Begrüßung Gudrun Thiessen-Schneider
Einführung Lena Hartmann (Gastkuratorin)

Ausstellung: 19. Februar – 30. April 2017

Öffnungszeiten: Mi–Sa: 15–18 Uhr, So: 11–18 Uhr / u.n.V.
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„Was wir sehen wollen“ - trügt der erste Blick? Wird die Begegnung mit Neuem allein durch Erfahrungen, Vorstellungen und Erwartungen bestimmt, und kommt es deshalb oft zu Missverständnissen? Sechs junge Künstlerinnen und Künstler spielen mit dem Phänomen des ersten Blickes, indem sie die Verlässlichkeit unserer Wahrnehmung auf die Probe stellen.
Sie nähern sich dem Thema auf unterschiedliche Weise. Dabei sind der gewohnte Ausstellungsraum und seine Umgebung Ausgang ihrer Arbeiten.
Christian Haake (*1969) erzeugt flächige Miniaturen von dreidimensionalen Räumen und verbildlicht die Differenz zwischen den Ebenen von Wirklichkeit, Wahrnehmung und erinnertem Bild.
Annika Kahrs
(*1984) kehrt in ihrer poetischen Videoarbeit "Sunset-Sunrise" die Erwartungen an einen Sonnenuntergang auf überraschende Weise um. 

Die von Caroline Bayer (*1973) für die Ausstellung geschaffene Arbeit setzt sich mit der Geschichte des Kunstvereins auseinander. Sie überträgt alte Grundrisse, verschiedene Phasen der Gebäudestruktur und Hinweise auf vergangene Nutzungsstadien in eine raumgreifende Installation. 

Katja Kottmann
(*1982) hat in der Umgebung von Neuenhaus recherchiert und sogenannte Pest-Rillen an den Kirchenfassaden in Nordhorn, Uelsen und Veldhausen auf großformatige Frottagen übertragen. Als filigrane Zeichnungen dokumentieren sie beispielhaft die Spuren von Verzweiflung und Hoffnung der Menschen des 17. Jahrhunderts in der Grafschaft Bentheim.
Dino Steinhof (*1987) bespielt die Fassade des Kunstvereins: Aus den Fenstern des Obergeschosses des Kunstvereins dringen farbige mit Wörterrätseln bedruckte Stoffbahnen nach außen.
Carola Keitel (*1983) schafft im Hof des Kunstvereins mit Metallgeländern neue Räume, grenzt zugleich scheinbar willkürlich Bereiche aus und wirft damit die Frage nach dem Sinn von Einzäunungen und Barrieren auf. 

Sechs Künstler fordern dazu heraus, Standpunkte und Perspektiven immer wieder neu zu bestimmen und gewohnte Umgebungen neu zu sehen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Lena Hartmann M.A.

Das Projekt wird gefördert durch die Stadt Neuenhaus und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur