Gisela ScheidlerGisela Scheidler
Ausstellungen 1997

Gisela Scheidler

Inbilder

Fotografische Arbeiten zu einem Theater der Gegenwart. Über Inszenierungen der Regisseure Ingmar Bergman, Lee Strasberg, George Tabori und Peter Zadek.

22. November 1997 bis 11. Januar 1998

Einführung: Ingrid Bachér, Düsseldorf. Im Begleitprogramm: Szenische Stücke der Theater AG Gymnasium Neuenhaus, Leitung: Klaus Thiele; Klavierkonzert der Klasse Reggiani, Neuenhaus. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Der Kunstverein zeigte eine Auswahl von 25 Fotografien aus den Jahren 1983 bis 1992 und gab damit einen Rückblick auf große deutsche Theatergeschichte.
Die Motive entnimmt Gisela Scheidler dem inszenierten Geschehen auf der Theaterbühne, vor allem während der Probenarbeiten.
Diese stammen u.a. aus Inszenierungen von Peter Zadek, Ingmar Bergman, George Tabori und Lee Strasberg. Es sind Fotos dieser Regisseure sowie von Botho Srauß und den Schauspielern Christa Berndl, Michael Degen, Birgit Doll, Isabelle Huppert, Hermann Lause, Paulus Manker, Eva Mattes, Ilse Ritter, Julia Stemberger, Gert Voss und Ulrich Wildgruber in Botho Strauß-, Molière- und Shakespeare-Inszenierungen.
Sichtweise und Standort der Fotografin sind Dokumentation, Interpretation und Nachempfindung zugleich.
Bühne und Welt sind die Antipoden, mit denen Gisela Scheidler umgeht. Die Bühne ist die künstliche Welt, die eine wahre Welt vorführen will. Die Welt außerhalb der Bühne ist die Welt, deren Wahrheit gesucht werden muß.
Gisela Scheidler nennt diese Fotografien Inbilder, ein Begriff, den Peter Iden so beschreibt: "Das Sichtbare ist nur die eine Wirklichkeit der Szene. Die andere, zugehörige, ist die der Bedeutungen. Auf dieser Ebene werden die Bilder zu Inbildern, die die Realität des Augenblicks verwandeln: das Flüchtige daran wird nicht gelöscht, aber hervorgehoben wird das Verbindliche".

Anläßlich der Ausstellung ist ein umfangreiches Katalogwerk erschienen.

Die Ausstellung wird gefördert von der Stadt Neuenhaus und dem Land Niedersachsen.